Traurig: Vermögensabbau statt Vermögensaufbau

Sparer verlieren Geld

– doch das muss nicht sein

Steigende Inflation und Negativzinsen belasten Spar-, Tagesgeld- und Girokonten.

Immobilienanlage als Alternative

Geldvermögen der privaten Haushalte stark gestiegen

Deutsche sparen wie die Weltmeister

In Deutschland ist das Sparen so beliebt wie in kaum einem anderen Land. So beträgt das Geldvermögen der privaten Haushalte nahezu stattliche sieben Billionen Euro (Ende 2020 nach Daten der Bundesbank*). Das ist ein unglaublich hoher Betrag. Was vielen Sparern nicht richtig bewusst ist, ist die Tatsache, dass sie jeden Tag ein kleines Stück ihres Vermögens verlieren.

Schleichender Vermögensverlust durch Inflation

Inflation vernichtet Geld. Dieser schleichende Vermögensverlust ist nicht auf dem Sparbuch oder dem Girokonto ersichtlich. Denn am gesparten Geldbetrag ändert sich nichts, so dass der Verlust nicht direkt wahrnehmbar ist.

Was sich aber ändert, ist die Kaufkraft. Die Kaufkraft drückt aus, welchen Wert mein gespartes Geld hat, in Bezug auf die Warenmenge die ich dafür kaufen könnte. Steigt die Inflation so steigt auch das Preisniveau. Dies hat zur Folge, dass die Kaufkraft sinkt. Dies bedeutet, dass ich für einen bestimmten Geldbetrag weniger Waren kaufen kann.

Aktuell liegt die Inflation bei knapp über zwei Prozent und jetzt im Juli 2021 sogar bei 3,8 Prozent (aufgrund der Mehrwertsteuerabsenkung im letzten Jahr). Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass jede 1.000 Euro die Sie auf dem Konto liegen haben nach einem Jahr 20 Euro weniger wert sind. Rechnen wir das mit den 3,8 Prozent, so summiert sich der Verlust bereits auf 38 Euro je 1.000 Euro Sparguthaben pro Jahr.

Durch eine steigende Inflation sinkt die Kaufkraft der Guthaben auf Tagesgeld-, Spar- und Girokonten stetig. Dies ist solange der Fall, bis die Guthabenzinsen die Höhe der Inflation wieder übersteigt. Doch davon sind wir aktuell noch sehr weit entfernt.

Vermögensverlust durch Negativzinsen

Da aktuell immer mehr Banken Negativzinsen für Tagesgeld- und Spareinlagen oder auf geparktes Geld auf dem Girokonto erheben, hat dies einen direkten Vermögensverlust zur Folge. Zugegeben, der Betrag ist nicht so hoch. Auch in absehbarer Zeit wird dies keinen Komplettverlust der Spareinlagen zur Folge haben. Doch in Verbindung mit der Inflationsrate reduziert sich die Kaufkraft der Einlage real um einen stattlichen Betrag.

Negativzinsen oder von den Kreditinstituten oft auch als „Verwahrentgelt“ bezeichnet, sind heute die Regel und nicht mehr die Ausnahme im Bankensektor. Bei Banken und Sparkassen gibt es jedoch unterschiede, ab welchem Betrag Negativzinsen fällig werden. Manche Banken verlangen dies bereits ab dem ersten Euro während andere Banken einen Freibetrag einräumen.

Info

Europäische Zentralbank (EZB) und Negativzinsen

Banken verlangen Negativzinsen, da die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins weiterhin bei null Prozent hält. Die Banken selbst müssen für ihre Einlagen bei der EZB Negativzinsen von 0,5 Prozent bezahlen. Zudem strebt die EZB für Europa eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Experten gehen davon aus, dass sich an dieser Niedrigzinspolitik bis mindestens 2024 nichts ändern wird.

Wechsel der Bank nur bedingt sinnvoll

Bin ich bei einer Bank die Negativzinsen erhebt, so kann ich mir überlegen, ob ich mit meinem Geld zu einer andern Bank wechsle. Doch auch bei einem Wechsel der Bank, ändert dies nichts am schleichenden Vermögensverlust durch die Inflation. Da sich niemand der Inflation entziehen kann, verlieren Guthaben auf Tagesgeld-, Spar- und Girokonten real täglich an Wert. Eine Besserung ist in absehbarer Zeit nicht in Sicht.

Die Alternative

Vermögen gewinnbringend anlegen

„Wie sollte ich mein Geld anlegen, damit es nicht an Wert verliert, sondern zum persönlichen Vermögensaufbau beiträgt?“

Diese Frage ist ein grundsätzliche Frage, die sich alle stellen sollten, die bisher noch (zu viel) Geld auf Tagesgeld-, Spar- oder Girokonten geparkt haben.

Wer an einer langfristigen Kapitalanlage interessiert ist, für den ergeben sich zwei Optionen. Option eins ist der Kauf oder das Investment in Immobilien. Sei es der Erwerb von eigenem Wohneigentum, einer Eigentumswohnung zur Vermietung oder durch Kauf von Anteilen oder als Gesellschafter in einer Immobilien Projektgesellschaft.

Die zweite Option ist der Kauf von Aktien oder Fondanteilen an der Börse. Da wir uns mit dem Thema Kapitalanlagen in Immobilien beschäftigen, überlassen wir es andern die Vor- und auch die Nachteile von Aktiengeschäften zu bewerten.

*Quelle Tagesschau.de: Der Betrag von 7 Billionen Euro setzt sich aus Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie aus Ansprüchen gegenüber Versicherungen und aus Anteilen von Investmentfonds zusammen.